Schweißfertigung in der Verteidigungsindustrie erfordert eine ganz andere Disziplin als der allgemeine Stahlbau. Panzerstähle, hochkohlenstoffhaltige Legierungen mit engem Vorwärmfenster und zertifiziertes Schweißpersonal prägen diesen Bereich. ArmaWeld liefert Verteidigungs-Schweißfertigung für gepanzerte Fahrzeuge und Plattformen aus Konya.

1. STANAG 4569 Ballistische Schutzklassen

KlasseBedrohungTypische Dicke
Level 15,56×45 mm6–8 mm
Level 27,62×39 mm10–12 mm
Level 37,62×51 mm AP14–16 mm
Level 414,5×114 mm AP30–35 mm

2. Schweißherausforderungen bei Panzerstählen

  • Max. Wärmeeintrag: 1,0–1,5 kJ/mm
  • Vorwärmen: 100–150°C je nach Dicke
  • Zwischenlagentemperatur: max. 200°C
  • Zusatzwerkstoff: austenitisch (z. B. AWS E307, E309LMo)
  • Wasserstoff: H5 oder H4 mit kontrollierter Lagerung

3. Qualität und Personalzertifizierung

Bei Verteidigungsprojekten muss jeder Schweißer nach EN ISO 9606-1 oder kundenspezifischen Standards qualifiziert sein. Der QC-Ablauf bei ArmaWeld:

  1. Abstimmung WPS/PQR mit dem Kunden
  2. Chargenkontrolle der Zusatzwerkstoffe
  3. Vorwärm- und Temperaturprotokolle
  4. 100% VT plus stichprobenartige UT/MT je Naht
  5. Verifikation an ballistischen Prüfplatten

Wichtig: Verteidigungsprojekte erfordern fast immer eine digitale Rückverfolgbarkeit von Charge bis Endprodukt.

4. ArmaWeld Verteidigungs-Erfahrung

ArmaWeld liefert aus Konya als Engineering-Partner für Hauptauftragnehmer und OEMs Schweißfertigung für die Verteidigung. Unterbauten gepanzerter Fahrzeuge, Chassis taktischer Plattformen, Munitionskisten und Sonderausrüstungen gehören zum Portfolio. Alle Projekte laufen unter EN ISO 3834-2.

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